Was kostet Essen auf Rädern?

Was kostet Essen auf Rädern?

Je nach Anbieter können die Kosten für die mobilen Essenslieferungen in Berlin variieren. Bei den meisten seriösen Anbietern können Sie ein Probierangebot bestellen, das oft rabattiert oder sogar kostenlos ist. So kann Ihr Familienmitglied testen, welches Angebot am besten zu den geschmacklichen Vorlieben und den gesundheitlichen Bedürfnissen passt.

Normalerweise bewegen sich die Kosten zwischen 5€ und 10€ pro Mahlzeit. Bei besonderen Anforderungen wie z.B. pürierter oder hochkalorischer Nahrung können die Kosten etwas höher ausfallen. Die Bestellung sowie die Lieferung des Mittagstischs ist meist kostenfrei, lediglich am Wochenende können Zusatzkosten von geringen einstelligen Beträgen hinzukommen. Selbstverständlich zahlen Sie nur für diejenigen Essen, die Sie bestellt haben und ausgeliefert wurden.

Bei Menütaxi zahlen Sie pro Essenslieferung 6€ bis 8€.

Wer zahlt Essen auf Rädern?

Wer zahlt Essen auf Rädern?

In erster Linie müssen Sie oder Ihr betroffenes Familienmitglied die Kosten für das Essen auf Rädern selbst tragen.
Sie können jedoch bei Ihrem zuständigen Sozialamt einen Zuschuss beantragen. Der Mehr- und Sonderbedarf, zu dem auch Essen auf Rädern gehört, ist im Sozialgesetzbuch § 30 SGB XII geregelt.

 

So erhalten Sie Zuschuss vom Sozialamt

Um diesen Zuschuss zu erhalten, müssen Sie beim Sozialamt nachweisen können, dass das Mittagessen aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst zubereitet werden kann und Ihr Familienmitglied auf Hilfe angewiesen ist. Ein Arzt kann dafür ein Attest mit Diagnose und Begründung ausstellen.

Folgende Bedingungen sollten erfüllt sein, damit ein Zuschuss zu den Kosten des Mittagessens beantragt werden kann: Ihr betroffenes Familienmitglied hat gerade eine Operation oder Erkrankung hinter sich, von der er sich erholen muss. Er ist krank, behindert oder von einer Krankheit oder Behinderung bedroht. Er benötigt eine besondere Ernährung, die einer Mangelernährung vorbeugt und er kann sich die Mehrkosten für die Menüs nicht leisten. 

Leichter ist es, einen Zuschuss für das Essen zu bekommen, wenn bereits ein Anspruch auf Grundsicherung im Alter vorliegt. Allerdings ist dies immer eine Einzelfallentscheidung, die zum einen von der individuellen Situation abhängt und zum anderen von dem Bundesland und dem Ort, in dem der Senior lebt. Das bedeutet umgekehrt aber auch, dass Anspruch auf  einen Zuschuss besteht, wenn bisher keine Leistungen bezogen wurden. Um sicher gehen zu können, erkundigen Sie sich am besten beim zuständigen Sozial- oder Grundversicherungsamt, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, um einen Zuschuss zu erhalten.

Die meisten Anbieter des fahrbaren Mittagstischs arbeiten in Berlin und Umgebung mit den Sozialämtern zusammen und können Ihnen eine Rechnung ausstellen, durch die Sie einfach die Abrechnung mit dem Sozialamt erledigen können.

Können die Kosten steuerlich abgesetzt werden?

Die Kosten für Essen auf Rädern können nicht als haushaltsnahe Belastung von der Steuer abgesetzt werden, da die Herstellung des Essens nicht in den eigenen Räumlichkeiten sondern in den Räumen des Menüservices erfolgt. Dennoch ist es möglich, die Ausgaben steuerlich als außergewöhnliche Belastung geltend zu machen.
Um eine außergewöhnliche Belastung handelt es sich, wenn es aus gesundheitlichen Gründen notwendig ist, dass das Essen bei einem Menüservice bestellt wird. Die Kosten für die außergewöhnliche Belastung können dann vom zu versteuernden Einkommen abgezogen werden, sodass sich dadurch die Steuerlast reduziert. Allerdings werden die Kosten nicht voll angerechnet, eine zumutbare Belastung, die zwischen 1 - 7% der Kosten für Essen auf Rädern liegt, muss der Senior selber tragen und kann nicht steuerlich geltend gemacht werden.

Steuern absetzen

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